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Realschule

Die Realschule umfasst die Klassen 5 bis 10 und endet mit der mittleren Reife. Sie ist die breite Mitte des deutschen Systems: schulischer als die Hauptschule, praktischer als das Gymnasium, und der übliche Weg in die Ausbildungsberufe, die zuerst eine solide Allgemeinbildung verlangen.

Wohin sie führt

Der Abschluss ist der Mittlere Schulabschluss, fast immer mittlere Reife genannt. Er ist Zugangsvoraussetzung für einen großen Teil der deutschen Ausbildungsberufe — kaufmännisch, technisch, verwaltend, medizinisch — und für weite Teile des mittleren Dienstes.

Er ist eine Tür und keine Decke. Mit ihm führt der Weg über zwei Jahre Fachoberschule zur Fachhochschulreife und von dort an eine Hochschule für angewandte Wissenschaften. In den meisten Bundesländern erlaubt eine gute mittlere Reife auch den Wechsel in die gymnasiale Oberstufe und damit zum Abitur.

Was unterrichtet wird

Deutsch, Mathematik, Englisch, die Naturwissenschaften, Geschichte, Erdkunde und Gemeinschaftskunde, dazu ab Klasse 6 oder 7 meist eine zweite Fremdsprache als Wahlfach — häufig Französisch, Spanisch oder Latein. Die meisten Realschulen bilden ab etwa Klasse 7 Wahlpflichtbereiche, sodass sich Sprachen, Naturwissenschaften oder der wirtschaftlich-technische Bereich vertiefen lassen.

Ein Betriebspraktikum gehört zum Bildungsgang und ist keine Zugabe. Ein bis drei Wochen, oft in Klasse 8 oder 9, sind üblich — und häufig ist es der Betrieb aus dem Praktikum, der später den Ausbildungsvertrag anbietet.

Sie heißt nicht überall Realschule

Mehrere Bundesländer haben Haupt- und Realschule zu einer Schulform zusammengeführt, die beide Abschlüsse anbietet, und jedes hat ihr einen eigenen Namen gegeben: Oberschule, Mittelschule, Sekundarschule, Stadtteilschule, Realschule plus, Gemeinschaftsschule. Der Abschluss am Ende ist dieselbe anerkannte mittlere Reife.

Wenn das Bundesland, in das Sie ziehen, also keine Realschule zu haben scheint, hat es die Sache selbst mit großer Sicherheit unter anderem Namen. Die Schulbehörde des Landes sagt Ihnen, unter welchem.

Zuzug aus dem Ausland

Ausländische Zeugnisse werden von der Landesbehörde auf Gleichwertigkeit geprüft; eingestuft wird in der Regel nach Alter und gezeigtem Leistungsstand und nicht allein nach dem Zeugnis. Wo nicht die Fähigkeit, sondern das Deutsch die Hürde ist, setzen sich die auf der Seite zur Grundschule beschriebenen Vorbereitungsklassen in der Sekundarstufe fort, und der Wechsel in den Regelunterricht erfolgt Fach für Fach.

Realistisch gilt: Das Deutsch kommt zuerst. Die Fächer werden darin unterrichtet, und die Abschlussprüfung wird darin geschrieben. Wo die mittlere Reife im Ganzen steht und was sie öffnet, zeigt die Übersicht über das System.

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